Was, wenn ich ausfalle? Mamas werden nicht krank? Doch – und das ist völlig okay!

Erschöpfte Mutter ruht sich mit einer Tasse Tee auf dem Sofa aus, während ihr Kind im Hintergrund spielt

Erste Schritte: Was tun, wenn Mama krank ist?

Sobald Fieber steigt oder die Erschöpfung überhandnimmt, stellt sich sofort die Frage: Wer betreut die Kinder? Damit im Ernstfall keine Panik entsteht, hilft ein einfacher Notfallplan:

  • Betreuung klären: Wer aus dem Umfeld – Partner, Großeltern, Freunde – kann kurzfristig einspringen?
  • Haushalt regeln: Wer übernimmt Einkaufen, Kochen oder Wäsche?
  • Wichtige Kontakte notieren: Telefonnummern von Kinderarzt, Schule, Kita und möglichen Helfern griffbereit halten.

Haushaltshilfe über die Krankenkasse

Wenn Familie oder Freunde nicht helfen können, gibt es eine gesetzliche Möglichkeit: die Haushaltshilfe nach § 38 SGB V. Lebt im Haushalt mindestens ein Kind unter 12 Jahren (oder ein behindertes Kind) und kann niemand sonst den Haushalt führen, besteht ein gesetzlicher Anspruch.

So geht ihr vor:

  1. Arzt aufsuchen: Der behandelnde Arzt stellt eine Bescheinigung aus, die die Haushaltsunfähigkeit bestätigt.
  2. Antrag stellen: Das Attest umgehend bei der Krankenkasse einreichen. Die Kasse übernimmt den Großteil der Kosten; es fällt nur eine geringe gesetzliche Zuzahlung an.

Private Helfer aus der Nachbarschaft sind oft flexibler, eine von der Kasse finanzierte Fachkraft bietet dafür eine verlässlichere Struktur.

Mutter füllt am Küchentisch konzentriert einen Antrag für die Krankenkasse aus

Sich erholen ohne schlechtes Gewissen

Krank sein bedeutet, dass der Körper Pause braucht. Wer jetzt trotzdem weitermacht, verlängert die Genesungszeit. Den Haushalt liegen zu lassen ist in diesen Tagen keine Schwäche.

Aufgaben abzugeben entlastet auch mental – man muss nicht permanent an alles denken.

Nach der Krankheit kann es helfen, regelmäßige Bewegung und kleine Erholungspausen in den Alltag einzubauen, um künftigen Infekten etwas besser gewappnet entgegenzusehen.

Krank zu sein ist kein Versagen. Nutzt die rechtlichen Möglichkeiten, aktiviert einen vorbereiteten Notfallplan und gebt euch die Zeit zur Erholung.

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