Was ist der Unterschied zwischen Beleghebamme und Klinikhebamme?

Der wesentliche Unterschied liegt in der Kontinuität. Eine angestellte Klinikhebamme betreut Sie während ihrer Schicht – bei einem Schichtwechsel übernimmt eine Kollegin.
Eine Beleghebamme ist freiberuflich tätig, hat aber Verträge mit bestimmten Kliniken. Wenn die Wehen einsetzen, begleitet sie Sie ins Krankenhaus und bleibt bis zur Geburt. Diese Eins-zu-eins-Betreuung ist für viele Frauen ausschlaggebend.
Betreuung von Anfang an
Die Begleitung beginnt lange vor dem Geburtstermin. Man lernt sich in Ruhe kennen, was das Vertrauen stärkt.
- Vorsorge: Oft übernimmt die Hebamme bereits die Vorsorgeuntersuchungen.
- Geburtsplan: Gemeinsam lässt sich ein Geburtsplan erstellen, der Ihre Vorstellungen berücksichtigt.
- Stress Reduction Studien zeigen, dass eine vertraute Begleitperson Ängste und den Bedarf an Schmerzmitteln senken kann.
Suche, Vertrag und Anmeldung

Am besten beginnt die Suche direkt nach dem positiven Schwangerschaftstest. Viele Beleghebammen sind Monate im Voraus ausgebucht.
- Search locally Nutzen Sie Suchportale, fragen Sie in Ihrer Wunschklinik nach oder holen Sie Empfehlungen aus Ihrem Umfeld ein.
- Bei Absagen nicht aufgeben: Setzen Sie sich auf Wartelisten, weiten Sie den Suchradius aus und fragen Sie abgelehnte Hebammen nach Kolleginnen mit freien Kapazitäten.
Nach der Zusage folgt meist die gemeinsame Anmeldung im Krankenhaus. Lesen Sie den Vertrag sorgfältig: Achten Sie auf die Vertretungsregelung im Krankheitsfall und darauf, ab welcher Schwangerschaftswoche die Rufbereitschaft gilt.
Kosten und Nachsorge

Vorsorge, Geburtshilfe und Wochenbettbetreuung übernimmt die Krankenkasse. Für die Rufbereitschaft rund um den Geburtstermin wird dagegen eine Pauschale fällig, die Eltern zunächst selbst zahlen – häufig zwischen 500 und 1.000 Euro. Viele gesetzliche Krankenkassen erstatten einen Teil davon. Es lohnt sich, frühzeitig nachzufragen.
