The Start: Colostrum and Proper Latching
Direkt nach der Geburt produziert die Brust Kolostrum – die sogenannte Vormilch. Sie ist reich an Antikörpern, leicht verdaulich und unterstützt das Immunsystem des Neugeborenen. In den ersten Tagen stillen die meisten Mütter acht- bis zwölfmal in 24 Stunden, je nach Bedarf des Babys.
Wichtig ist die Anlegetechnik: Das Baby sollte den Mund weit öffnen und einen Großteil des Brustwarzenhofs erfassen, nicht nur die Spitze. Das beugt Schmerzen vor.
Positionen und Hilfsmittel
Verschiedene Stillpositionen helfen, Verspannungen zu vermeiden – verbreitet sind der Wiegegriff, die Seitenlage und der Football-Griff. Ein Stillkissen kann entlasten.
Die Ernährung sollte ausgewogen sein. Wenn die Milchmenge knapp wird, helfen folgende Maßnahmen:
- Frequent docking: Je öfter die Brust geleert wird, desto mehr Milch wird produziert.
- Heat Ein warmes Tuch vor dem Stillen kann den Milchfluss fördern.
- Hautkontakt: Enges Kuscheln regt milchbildende Hormone an.
Muttermilch passt sich an die Bedürfnisse des Kindes an. Pre-Nahrung ist eine sichere Alternative, wenn Stillen nicht oder nicht ausschließlich möglich ist.
Typische Stillprobleme
Wunde Brustwarzen sind häufig. Es kann helfen, nach dem Stillen etwas Muttermilch auf der Haut antrocknen zu lassen oder hochgereinigtes Lanolin aufzutragen.
Bei Milchstau empfiehlt sich Anwärmen vor dem Stillen, sanftes Ausstreichen und Kühlen danach. Zeigt das Baby Zeichen von Reflux – etwa häufiges Schlucken, Husten oder Unruhe nach dem Trinken – kann eine aufrechte Stillposition helfen. Wer als stillende Mutter Medikamente benötigt, findet auf dem Portal Embryotox verlässliche Informationen zur Verträglichkeit.

Abpumpen, Beruf und Abstillen
Wer wieder arbeiten möchte, kann Muttermilch abpumpen und aufbewahren. Im Kühlschrank hält sie sich bis zu drei Tage, im Tiefkühler bis zu sechs Monate.
Die WHO empfiehlt sechs Monate ausschließliches Stillen, danach in Kombination mit Beikost bis ins zweite Lebensjahr – oder solange es für Mutter und Kind passt. Wann abgestillt wird, ist eine individuelle Entscheidung.
Bei Fragen oder Schwierigkeiten lohnt es sich, frühzeitig eine Hebamme oder Stillberaterin hinzuzuziehen.
