Parental allowance cuts: Where could savings be made on parental allowance? 3 possible scenarios

Beim Elterngeld könnten in den kommenden Jahren weitere Kürzungen folgen. Drei mögliche Szenarien zeigen, wo der Staat ansetzen könnte.

Young family sits worriedly at the dining table planning the household budget

Warum wird beim Elterngeld gespart?

Die Haushaltslage des Bundes ist angespannt. Das Familienministerium steht unter Druck, Einsparungen umzusetzen – und das Elterngeld ist dabei ein Ansatzpunkt.

Durch gezielte Kürzungen bei bestimmten Einkommensgruppen könnten laut Schätzungen jährlich Summen im dreistelligen Millionenbereich eingespart werden. Für viele Familien bedeutet das Unsicherheit bei der Finanzplanung rund um die Geburt.

Wo könnte beim Elterngeld gespart werden? 3 mögliche Szenarien

Grundsätzlich stehen der Politik drei Hebel zur Verfügung.

Szenario 1: Einkommensgrenzen

Die bisher am stärksten diskutierte Maßnahme ist der Wegfall des Elterngeldes für Gutverdiener.

  • Betroffen sind Paare (und Alleinerziehende) mit hohem zu versteuerndem Haushaltseinkommen. Die Grenze lag zunächst bei 300.000 Euro, wurde bereits auf 200.000 Euro gesenkt und soll laut weiteren Plänen auf 175.000 Euro fallen.
  • Wer die Grenze auch nur um einen Euro überschreitet, verliert den gesamten Anspruch.
  • Begründet wird das damit, dass diese Gruppe finanzielle Einbußen aus eigenen Rücklagen ausgleichen könne.
Documents for calculating parental allowance with a calculator and notepad

Szenario 2: Berechnungsgrundlagen

Aktuell erhalten Eltern in der Regel 65 bis 67 Prozent ihres durchschnittlichen Nettoeinkommens der zwölf Monate vor der Geburt. Denkbar wäre eine Absenkung, etwa auf pauschal 60 Prozent – das würde alle Einkommensgruppen treffen.

Ebenfalls möglich wäre eine Anpassung der Auszahlungsgrenzen. Derzeit liegt der Mindestbetrag bei 300 Euro, der Höchstbetrag bei 1.800 Euro pro Monat.

  • Eine Senkung des Höchstbetrags (z. B. auf 1.600 Euro) würde vor allem die Mittelschicht belasten, die in teuren Städten auf jeden Euro angewiesen ist.
  • Den Mindestbetrag zu kürzen gilt als politisch heikel, da er Geringverdiener und Studierende absichert.

Szenario 3: Bezugsdauer und Partnermonate

Das Basiselterngeld wird regulär für 12 Monate gezahlt. Nehmen beide Elternteile Elternzeit, kommen zwei Partnermonate hinzu – insgesamt also 14 Monate.

Eine Streichung der Partnermonate wäre ein deutlicher Einschnitt: Familien würden finanziell schlechter gestellt, und das ursprüngliche Ziel, Väter stärker in die Betreuung einzubinden, würde geschwächt.

Elterngeld Plus ermöglicht es, in Teilzeit zu arbeiten und den Auszahlungszeitraum zu strecken. Auch dieses Modell könnte unter veränderten Rahmenbedingungen – etwa einer verkürzten Gesamtdauer – weniger attraktiv werden.

Parents check their eligibility for government benefits together on a laptop.

Was können werdende Eltern jetzt tun?

Die Rechtslage kann sich ändern. Wer Nachwuchs erwartet, sollte sich frühzeitig einen Überblick verschaffen.

  • Anspruch prüfen: Nutzen Sie die aktuellen Online-Rechner des Familienministeriums – ältere Angaben aus Foren oder veralteten Rechnern können inzwischen falsch sein.
  • Rücklagen bilden: Ein finanzielles Polster von drei bis sechs monatlichen Fixkosten gibt Spielraum, wenn das Elterngeld niedriger ausfällt als erwartet.
  • Budget prüfen: Kündigen Sie unnötige Ausgaben, vergleichen Sie Tarife und prüfen Sie, ob ergänzende Leistungen wie Kinderzuschlag, Wohngeld oder regionale Förderungen infrage kommen.

Conclusion

Ob die Einkommensgrenzen weiter sinken, die Bemessungsgrundlage angepasst oder Partnermonate gestrichen werden – werdende Eltern sollten ihre Finanzplanung nicht auf den alten Zahlen aufbauen. Wer sich frühzeitig informiert und Rücklagen schafft, ist besser vorbereitet.

Scroll to Top